Serge Poliakoff wurde 1900 in Moskau, Russland, geboren und zählt zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Malerei und der École de Paris. Als einer der führenden Künstler der europäischen Nachkriegsmoderne entwickelte er eine unverwechselbare Bildsprache, die auf harmonischen Farbflächen und ausgewogenen Kompositionen basiert.
Nach der Russischen Revolution verließ Poliakoff seine Heimat und ließ sich nach Aufenthalten in Konstantinopel, Belgrad und London schließlich in Paris nieder. Dort studierte er an der Académie de la Grande Chaumière und der Académie Frochot. Die Begegnung mit den Werken von Wassily Kandinsky, Sonia und Robert Delaunay sowie Otto Freundlich beeinflusste seine künstlerische Entwicklung nachhaltig.
Ab den 1940er-Jahren fand Poliakoff zu seinem charakteristischen abstrakten Stil. Seine Kompositionen bestehen aus ineinandergreifenden, organischen Farbflächen ohne gegenständliche Bezüge. Durch die subtile Abstimmung von Form, Farbe und Licht schuf er Werke von außergewöhnlicher Ruhe, Tiefe und Ausgewogenheit.
Neben der Malerei entstand ein bedeutendes grafisches Werk mit Lithografien, Radierungen und Arbeiten auf Papier. Seine Druckgrafiken spiegeln dieselbe harmonische Farb- und Formensprache wider, die sein malerisches Werk international bekannt gemacht hat.
Serge Poliakoff gilt als einer der wichtigsten Vertreter der lyrischen Abstraktion in Europa. Seine Werke befinden sich in führenden Museen und bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit.
