Georges Braque wurde 1882 in Argenteuil bei Paris geboren und zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Pablo Picasso entwickelte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Kubismus, eine der einflussreichsten Kunstrichtungen der Moderne.
Nach einer frühen Phase des Fauvismus wandte sich Braque ab 1908 einer radikal neuen Bildsprache zu. Durch die Zerlegung von Formen, die Mehransichtigkeit von Objekten und die Reduktion der Farbpalette schuf er eine neue Auffassung von Raum und Wahrnehmung. Die enge Zusammenarbeit mit Picasso in den Jahren 1908 bis 1914 führte zur Entwicklung des sogenannten Analytischen Kubismus.
Neben der Malerei widmete sich Braque intensiv der Grafik, Skulptur, Keramik und insbesondere der Druckgrafik. Seine Werke zeichnen sich durch eine raffinierte Verbindung von Form, Struktur und Poesie aus. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte er seine Bildsprache weiter und schuf zunehmend stille, kontemplative Kompositionen mit Motiven wie Atelieransichten, Stillleben und Landschaften.
Georges Braque erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und gilt heute neben Picasso als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Kunst. Seine Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken befinden sich in den bedeutendsten Museen und Sammlungen weltweit.
