Arman, mit bürgerlichem Namen Armand Pierre Fernandez, wurde 1928 in Nizza, Frankreich, geboren und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Nouveau Réalisme. Nach seinem Studium an der École des Arts Décoratifs in Nizza und der École du Louvre in Paris entwickelte er eine eigenständige künstlerische Sprache, die sich intensiv mit dem Verhältnis von Mensch, Konsum und Alltagsobjekten auseinandersetzt.
Bekannt wurde Arman durch seine sogenannten „Accumulations“ – Assemblagen aus industriell gefertigten Gegenständen, die er in neuen Zusammenhängen präsentierte. Mit seinen „Colères“ (zerstörten und arrangierten Objekten) und „Poubelles“ (Ansammlungen von Abfallobjekten) hinterfragte er die Massenproduktion und die Vergänglichkeit der modernen Konsumgesellschaft.
Arman arbeitete in zahlreichen Medien, darunter Skulptur, Malerei, Grafik und Multiples. Seine Werke verbinden Konzeptkunst, Populärkultur und eine kritische Auseinandersetzung mit der modernen Gesellschaft.
Seit den 1960er-Jahren wurde Arman international ausgestellt; seine Werke befinden sich in bedeutenden Museen und privaten Sammlungen weltweit. Er gilt heute als einer der wichtigsten Künstler der europäischen Nachkriegskunst und des Nouveau Réalisme.
