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GALERIE JEANNE - Graphik & Dessins – München

Graphik & Papierarbeiten des 20. Jahrhunderts und Contemporary Art

OTTO MUELLER ( 1874-1930)

OTTO MUELLER, Acht Badende, Galerie Jeanne, München
Otto Mueller

 

‚Acht Badende‘

Lithografie auf Papier
1922, Auflage 25
54,7 x 45,7 cm
Signiert, bezeichnet mit ‚16‘
Karsch 117

SOLD

Otto Mueller

 

‚Zwei Stehende und ein Sitzendes Mädchen‘

Lithographie auf Papier
1922-25
Auflage 60
39,5 x 30 cm
Signiert und nummeriert
Karsch 128

OTTO MUELLER ( 1874-1930)

INFO ZUM KÜNSTLER

Mit einer künstlerischen Arbeit von Otto Mueller erwerben Sie das Werk eines der wichtigsten deutschen Künstler des Expressionismus.

 

Sein künstlerisches Werk thematisiert immer wieder die Badenden. Hierbei entwickelte Otto Mueller einen ganz eigenen Akt-Typ mit abstrakten Umrisslinien um schlank-figurige, eckig gezeichnete Gliedmaßen und lyrische Körpersprachen. Seine Akte stehen im harmonischen Zwischenspiel von Mensch und Natur.

 

Der Start in Otto Muellers künstlerischen Werdegang bildete seine Lehre als Lithograf in Görlitz ( von 1890 bis 1894). Zwei Jahre darauf ging Mueller als Student mit Sondergenehmigung an die Dresdner Akademie.

Er reiste in die Schweiz, besuchte zusammen mit Gerhart Hauptmann Italien und lernte München kennen. Dort nahm er 1898/99 an der „Königlichen Akademie der Bildenden Künste“ ein Studium auf. Und es war kein geringerer als Franz von Stuck, der im die Studiengenehmigung wieder entzog. Er konnte Otto Muellers Selbst-Korrekturen nicht dulden und wird vom Künstlerfürsten als untalentiert eingestuft.

Zurück in Dresden plante er 1899 seine Reisen in das Riesengebirge und bildete sich als Autodidakt von 1900 bis 1903 weiter. Von 1906 bis 1904 war Mueller bei seinem Künstlerfreund Gerhard Hauptmann und lernte die Malerin Paula Modersohn-Becker kennen.

Otto Muellers erste Ehefrau, Maschka (Maria Mayerhofer) stand dem Künstler ab 1905 häufig Modell und blieb mit ihm auch nach der Trennung im Jahr 1921 befreundet – zwei weitere Ehen folgen.

1908 beginnen die wichtigen Berliner Jahre für Otto Mueller. Er lernt Wilhelm Lehmbruck und Rainer Maria Rilke im Literarischen Zirkel (Fischer-Verlag) kennen. Die Galerie Gurlitt widmet Mueller im Jahr 1910 eine erste Einzelausstellung.

Zusammen mit seinem Künstlerfreund Emil Nolde lehnte die Berliner Secession im Jahr 1910 die Ausstellung seiner Werke ab.

Nicht ohne Spott blieb Max Liebermann, der wetterte am „Expressionismus“ sei „nur der Titel gut“! Die Stilrichtung blieb Liebermann fern.

In einer Kunstausstellung, die den von der Berliner Secesision Zurückgewiesenen gewidmet wurde freundete sich Otto Müller mit Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein an und wurde aktives Mitglied der Künstlervereinigung „Die Brücke“. 1911 arbeiteten Mueller und Kirchner gemeinsam im Atelier von Max Pechstein.

 

Otto Mueller entdeckt die Abstraktion. Er konzentriert sich fortan noch mehr auf das Wesentliche.

 

Seine heute bei Sammlern gefragten Papierarbeiten und sein graphisches Werk zeigen in beeindruckender Weise den Reiz dieser charakteristischen Darstellungsform.

Otto Mueller gehörte zu den Künstlern der „Brücke“ in Berlin. In der Zeit von 1910 bis 1913 arbeitete er im engen Kontakt mit der Künstlergruppe.

1913 stellte Otto Mueller erstmals zusammen mit dem „Blauen Reiter“ aus. „Die Brücke“ wurde aufgelöst. Alle blieben einander in Freundschaft verbunden.

Im Ersten Weltkrieg diente Otto Müller in Frankreich und in Russland bei der Infantrie. 1917 wurde er vom aktiven Kriegsdienst aus gesundheitlichen Gründen (er hatte eine Lungenentzündung) befreit.

 

1919 in Berlin wird seine Kunst schlagartig bekannt.

 

Im Jahr 1937 wurden Werke Otto Muellers in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt und damit diffamiert.

Nach Kriegsende (1. Weltkrieg) ging Otto Mueller an die „Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe“ in Breslau. Hier hatte er bis zu seinem Tod im Jahr 1930 neben Oskar Schlemmer eine Professur inne. Otto Mueller war im Vorstand des „Ersten Deutschen Künstlerbundes“.

 

Otto Muellers beeindruckende Kunstwerke werden posthum auf der documenta I im Jahr 1955 ausgestellt.

 

Die Werke Otto Muellers werden in zahlreichen Sammlungen und Museen ausgestellt:

  • 2018: MALER. MENTOR. MAGIER. Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
 

(3881 Zeichen, H.W.)

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Für weitere Positionen von OTTO MUELLER in der Galerie Jeanne in München

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